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  Literarischer Club
  An jedem dritten Donnerstag eines Monats trifft sich eine kleine Gruppe sehr unterschiedlicher Personen, die die Lust am Lesen zusammenführt. Zweimal im Jahr wird eine Leseliste deutschsprachiger Bücher vereinbart, die nach und nach abgearbeitet wird. In der Diskussion geht man dann der Sache auf den Grund: Informationen über den gesellschaftlichen Hintergrund der Handlung, das Leben der Autoren oder Szenen des Buches werden besprochen und Meinungen ausgetauscht.

Bei der Auswahl der Titel wird darauf geachtet, dass sowohl europäische als auch asiatische Autorinnen und Autoren vertreten sind. Damit wird einerseits die Verbindung zu den Heimatländern gepflegt, andererseits die Brücke zum Gastland geschlagen. Nicht selten kennen die Leserinnen und Leser die Schauplätze der jeweiligen Handlung und können interessante Details und Tipps weitergeben. Die Auswahl wird jedoch nicht dogmatisch betrieben, auch für Titel anderer Regionen gibt es im Literarischen Club einen Raum.

Leseliste bis Juni 2009:

 
  Author Buchtitel
Januar: José Luis Sampedro Das etruskische Lächeln
Februar: Amitav Gosh Der Hunger der Gezeiten
März: Yasmina Khadra Die Attentäterin
April: John M. Coetzee Schande
Mai: Wolfgang Prosinger Tanner geht
Juni: Eric-Emmanuel Schmitt Monsieur Ibrahim und die Blume des Korans
  Donnerstag, 15. Januar 2009, 9.30 Uhr

bei Rietje Klaas, Petaling Jaya

Besprechen Sie mit uns

Jose Luis Sampedro: Das etruskische Lächeln

Der alte Widerstandskämpfer Salvatore Roncone ist unheilbar an Krebs erkrankt. Nur widerwillig, durch die Krankheit bedingt, verlässt der kalabrische Bauer sein Heimatdorf und fährt mit seinem Sohn nach Mailand. Bei einem Zwischenstopp in Rom wartet er in einem Museum auf seinen Sohn. Hier entdeckt er auf einem Sarkophag die Tonfiguren eines etruskischen Ehepaares, deren seltsames Lächeln ihn nicht mehr loslässt. Er hat große Probleme sich in Mailand einzuleben. Durch die Liebe zu seinem kleinen Enkelsohn Bruno und die Gefühle für eine Frau entdeckt er völlig neue Seiten an den Menschen und an sich selbst. Am Ende erfährt Roncone die wahre Schönheit des Lebens und begreift, dass das Lächeln den Tod überdauert, wenn man wirklich gelebt hat.
 
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